Bunte Blüten zum Saisonstart
Bunt wird der Frühling in Beeten und Rasenflächen: Krokusse zum Beispiel zählen zu den ersten Blühern im jungen Gartenjahr. Unter lichten Sträuchern oder auf Rasenflächen öffnen sie mit den ersten wärmenden Strahlen ihre zarten Knospen und zaubern farbenfrohe Blütenteppiche.
Krokusse schätzen die Gesellschaft ihrer Verwandten. In großen Blütengruppen leuchten sie bereits aus der Ferne und setzen den letzten grauen Wintertagen ein prächtiges Farbenspiel entgegen: in gelb, orange, violett, blau, weiß, manchmal auch mit mehreren Farben in einer Blüte vereint.
Ein durchlässiger Gartenboden an einem sonnigen Platz garantiert bestes Gedeihen.
Statt aufwändiger Pflege möchten die zwergigen Blüher am liebsten in Ruhe gelassen werden.
Ein bisschen Rücksicht ist nötig, wenn die Krokusse im Rasen wachsen: Der erste Schnitt darf erst nach dem Verblühen und dem Vergilben der Krokusblätter erfolgen. Erst dann sind alle Nährstoffe in der Zwiebel eingelagert, die diese für einen Neuaustrieb im Folgejahr braucht.
Einige Krokusse säen sich selbst aus und erhöhen damit Jahr für Jahr beständig ihre Population. Dazu zählen Wildarten wie der Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus). Pflanzzeit für die Frühlingsvorboten ist im September und Oktober. Fünf bis sechs Zentimeter tief pflanzt man die Krokusse gruppenweise in die Erde. Je mehr Zwiebeln nebeneinander blühen, desto intensiver ist ihre Fernwirkung.
Tolle Effekte erzielt man mit Krokussen, deren Blütezeit leicht versetzt ist: Mehrere Sorten im bunten Mix sorgen für ein Blütenfestival bis in den April. Partnerpflanzen für Krokusse gibt es viele unter den Zwiebelgewächsen und Stauden.
Mit Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) oder Märzbecher (Leucojum vernum) und Lenzrosen (Helleborus-Hybriden) gehen blaue und violette Sorten harmonische Verbindungen ein.
Früh blühende Iris-Arten wie die gelbe Iris danfordiae oder die lilablaue Iris reticulata passen ebenfalls gut zum Krokus.
Schöne Farbdreiklänge unter noch blattlosen Strauchgruppen in weiß, blau und gelb lassen sich einfach umsetzen: Gelbe Akzente setzen kleine gelbe Winterlinge (Eranthis hyemalis), die wie die Krokusse am liebsten in großen Gruppen auftreten. Dazu gesellen sich dann der Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus) und weiße Buschwindröschen (Anemone nemorosa). Zusammen entsteht im Laufe der Jahre – wenn sich die kleinen Wilden immer mehr Platz verschafft haben – ein sehr natürliches Bild. Je mehr Blüten, desto intensiver ist auch die Fernwirkung.

